Vermittlung


Vermittlungsablauf – Wie läuft eine Adoption ab?

Sie haben ernsthaftes Interesse eines unserer Pfötchen zu adoptieren und sich bereits mit den folgenden Punkten auseinandergesetzt:
– Ist Ihr Partner / jeder in ihrer Familie mit dem Tier einverstanden?
– Wollen und können Sie genügend Zeit für das Tier und die tägliche Fürsorge aufbringen?
– Können Sie sich die Unterhaltskosten für das Tier leisten?
– Wissen Sie wer bei Krankheit, Urlaub, Arbeit das Tier versorgt?
Wenn Sie bei einer Frage zögern, nehmen Sie sich am besten die Zeit noch etwas intensiver darüber nach zu denken.

Der erste Schritt – nehmen Sie Kontakt zu uns auf

Rufen Sie uns an oder kontaktieren Sie uns per SMS, whatsapp oder e-mail.

Der zweite Schritt – das erste Kennenlernen

Wir möchten mehr über Sie erfahren, um herauszufinden, ob Sie und das Pfötchen, für dass Sie sich interessieren zusammenpassen bzw. welches Tier vielleicht (alternativ) zu Ihnen passen könnte. Dazu möchten wir Sie gerne kennen lernen. Wir telefonieren miteinander und besprechen schon mal dies und das und Sie können all Ihre offenen Fragen loswerden.

Wenn wir aus den gewonnenen Informationen den Eindruck bekommen haben, dass Sie ein passender und geeigneter Partner für unser Pfötchen sind, findet eine sogenannte Vorkontrolle statt. Hierbei besucht sie eines unserer Mitglieder, das in Ihrer Nähe wohnt  zu Hause, um sich persönlich einen Eindruck von machen zu können. Dabei geht es darum, Sie und gegebenenfalls ihre Familie persönlich kennenzulernen, zu sehen, wie das Tier bei Ihnen leben würde, und eventuell darum , letzte noch offene Fragen abklären zu können.

Der vierte Schritt – der Schutzvertrag

Nach positiver Vorkontrolle adoptieren Sie Ihr Pfötchen indem wir einen Schutzvertrag abschließen, in dem unter anderem auch die zu zahlende Schutzgebühr festgelegt ist. Die Gebühr beträgt einheitlich für unsere Rüden 250€ und unsere Hündinnen 280€. Weitere Infos hierzu finden Sie weiter unter auf dieser Seite unter „Häufig gestellte Fragen“

Der fünfte Schritt – der Umzug

Der Schutzvertrag ist unterschrieben und die Schutzgebühr bezahlt – jetzt steht dem Einzug Ihres Pfötchens nichts mehr im Weg.
Wie kommt Ihr Pfötchen zu Ihnen?  Wir organisieren den Transport des Hundes. Dazu verabreden wir mit Ihnen einen individuellen Treffpunkt an dem wir Ihnen Ihren Hund übergeben. Ist der Hund für den Sie Interesse zeigen bereits auf einer Pflegestelle in Deutschland, haben Sie die Gelegenheit, ihn auf seiner Pflegestelle zu besuchen, um ihn kennenzulernen. Wenn der Zeitpunkt des Einzuges gekommen ist können Sie Ihr Pfötchen dann ganz einfach dort abholen und mit in sein neues Zuhause nehmen.

Wenn Ihr Pfötchen eingezogen ist…

Die ersten Tage und Wochen nach dem Einzug können für alle Beteiligten sehr intensiv sein. Manche Hunde finden sich sehr schnell ein, andere brauchen länger um zu vertrauen.
Nehmen Sie sich Zeit, ihr neues Familienmitglied kennen zu lernen: was gefällt ihm, was macht ihm Angst. Was schmeckt ihm, wo braucht er noch Hilfe…
Erkunden sie mit ihm die Welt aber achten Sie darauf, den Hund dabei nicht zu überfordern.
Natürlich halten wir gerade in der Anfangsphase gerne engeren Kontakt zu Ihnen und stehen gerne jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Denn unsere Verantwortung für jedes einzelne Pfötchen endet aus unserer Sicht nicht mit der Adoption, sondern dauert sein Leben lang an! Es ist uns sehr wichtig, dass Sie sich auch nach einer erfolgten Vermittlung jederzeit an uns wenden können. Sobald Fragen oder Probleme auftreten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Da auch die Tierschützer vor Ort sehen möchten, wo ihre ehemaligen Schützlinge untergebracht sind, freuen wir uns immer sehr wenn Sie uns Fotos und Infos zu ihrem neuen Mitbewohner zuzusenden. Denn diese Bilder sind es, die uns und die ausländischen Tierschützer vor Ort für die harte Arbeit entschädigen. Diese Rückmeldungen motivieren uns alle weiter zumachen, nicht aufzugeben und wir sind glücklich darüber, dass es wieder einer geschafft hat. Auch Erfahrungsberichte helfen uns Menschen und Hunde vorzubereiten und ihnen zu helfen gemeinsam in Ihr neues Leben zu starten.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Adoption

Wie ist der Gesundheitszustand meines Hundes?

Ihr Tier hat, wenn es das Ausland verlässt, alle nötigen Impfungen, ist entwurmt, gechipt, hat den erforderlichen EU-Heimtierausweis und ist kastriert sofern es sich nicht um einen Welpen/Junghund handelt. Sollte ein Tier eine gesundheitliche Beeinträchtigung haben von der wir wissen, werden wir Ihnen dieses selbstverständlich mitteilen. Natürlich kann es einmal sein, dass ein Tier krank wird. Bedingt durch den Stress des Transportes und der Umstellung auf ein neues Futter und völlig neue Lebensumstände kommt es in einigen Fällen vor allem zu Durchfällen. Das kann sich auch eine ganze Weile hinziehen. Bei hartnäckigen Fällen kann am Anfang schon mal eine bestimmte Diät von Nöten sein. Trotz tierärztlicher Untersuchung vor der Abreise kann eine nicht erkannte Krankheit natürlich nie mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Sollte Ihr Hund Anzeichen einer Erkrankung zeigen, sollten Sie ihn bei einem Tierarzt vorstellen. Wir empfehlen dringend, nach etwa einem halben Jahr einen Test auf Mittelmeerkrankheiten machen zu lassen.

Was ist wenn mein Hund nicht so ist wie beschrieben?

Die Vereine im Ausland, mit denen wir eng zusammenarbeiten, teilen uns nach bestem Wissen und Gewissen die Charaktereigenschaften des Hundes mit. Jedoch können nicht alle Eventualitäten abgeklärt werden. Ein Leben im Zwinger oder auf der Straße ist etwas anderes als ein Leben im Haus. Unsere Kollegen im Ausland können die Hunde nur so einschätzen, wie sie diese von ihrem Zwingerleben oder der Straße her kennengelernt haben. Es kann sein, dass Ihr Hund als ausgeglichen und lustig beschrieben wird, hier angekommen stellen Sie fest, dass Ihr Hund ausgesprochen ängstlich reagiert. Immerhin wurde er aus seiner gewohnten Umgebung gerissen. Nun liegt es an Ihnen, dass Ihr neues Familienmitglied Vertrauen entwickelt, was unter Umständen eine Zeit lang dauern kann.

Ist der Hund stubenrein?

In den Auffang- oder Tötungsstationen sind die Hunde durch die Zwingerhaltung gezwungen, ihr Geschäft eben dort zu verrichten, wo sie essen und schlafen, weil niemand da ist, der mit ihnen Gassi geht oder sich kümmert. Meistens ist es aber kein Problem, durch regelmäßige Nahrungsaufnahme und Spaziergänge den Hund stubenrein zu bekommen. Natürlich gibt es wie überall Ausnahmen. Auch das möchten wir nicht verschweigen.

Ist mein Hund katzenverträglich?

Diese Frage ist nicht immer einfach zu beantworten, aber natürlich besonders für Katzenbesitzer ausgesprochen wichtig. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich die meisten Hunde im Feld einer freilaufenden Katze gegenüber ganz anders verhalten, als wenn es sich bei der Katze um einen Hausbewohner handelt. Oftmals ist bei der Vergesellschaftung viel Geduld und Fingerspitzengefühl von Nöten, jedoch haben wir sehr gute Erfahrungen hierbei gemacht. Genauso wichtig: Bevor der neue Hausgenosse kommt, testen Sie aus, wie Ihre Katze auf einen Hundepartner reagiert.

Kann der Hund alleine bleiben?

Auch diese Frage ist nicht immer im Vorfeld zu beantworten. Manche Tierschutzhunde reagieren von Anfang an relativ gelassen, wenn sie mal alleine bleiben müssen, andere nicht. Rechnen sie mit Verlustängsten, rechnen sie damit, dass der Hund bellt oder jault oder dass ihre Wohnung/Haus vielleicht etwas umgekrempelt oder auch umfunktioniert wird. Sie sollten ihrem neuen Mitbewohner also Zeit geben sich an das „alleine sein“ zu gewöhnen. Aus eigener Erfahrung kann es einfach seine Zeit dauern, bis sich Ihr Hund an seinen neuen Lebensrhythmus mit Ihnen gewöhnt hat und versteht, dass sie immer wieder zurück kommen.

Was mache ich, wenn ich den Hund nicht behalten kann?

Sollten Sie sich, aus welchen Gründen auch immer, von Ihrem Hund trennen müssen, geht er wieder zurück an unseren Verein. Der Hund darf auf keinen Fall ohne Rücksprache mit uns an Dritte weitervermittelt und auch nicht in ein Tierheim abgegeben werden. Dies ist auch im Schutzvertrag verankert. Sollten Sie bereits im Bekanntenkreis oder im familiären Umfeld jemand haben, der Ihr Pfötchen bei sich aufnehmen möchte sind wir natürlich gerne für Vorschläge offen. Selbstverständlich ist eine weitere Vorkontrolle Voraussetzung für einen Umzug.

Warum wir eine Schutzgebühr erhoben?

Diese Gebühr deckt einen Teil der Pflegekosten, dient aber vor allem dem Schutz der Tiere. Viele Menschen schaffen sich ein Haustier an, ohne sich vorher ausreichend Gedanken darüber zu machen, welche Verantwortung damit verbunden ist. Wir nehmen diese Verantwortung unseren Schützlingen gegenüber sehr ernst. Die erhobene Schutzgebühr ist somit nicht nur eine Aufwandspauschale, sondern auch eine Hürde für leichtfertige Entscheidungen. Tierschutz lebt leider nicht nur von Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Engagement – er ist auch mit hohen Kosten verbunden. Tierarztrechnungen für Bluttests, Medikamente, Impfungen, Futter, Kastrationen, Unterkunft etc. müssen gedeckt werden. Die Einnahmen aus den Schutzgebühren sind bei uns nach dem Sozialprinzip aufgebaut. Die jungen und gesunden Hunde, für die weniger Kosten nötig sind, tragen die alten oder kranken Hunde mit.